Tierhaltung am Puls der Zeit


Tierhaltung zu betreiben heißt, Verantwortung zu übernehmen. Umfassende gesetzliche Vorgaben und Kontrollen geben hierbei bereits den Rahmen vor. Viele Landwirte können mit nachhaltigen Investitionen in den technologischen Fortschritt die Tierhaltung in ihren Betrieben noch weiter verbessern.
All das ersetzt aber noch nicht das persönliche Engagement. Denn wir verbringen täglich viel Zeit mit unseren Tieren und überzeugen uns davon, dass es ihnen gut geht. Und nur dann geht es auch uns gut. Auf diese Weise wirken wir bei der fortwährenden Weiterentwicklung des Tierwohls mit: bei Tag und auch bei Nacht. Wir machen Tierhaltung. Mit richtig viel Herz.

Schulterblick: So macht's Bauer Wortmann


Zahlen, Bitte!


Auf einem Bauernhof mit Schweinehaltung in Westfalen-Lippewerden werden durchschnittlich rund 750 Tiere gehalten. Durch moderne Haltungsformen sichern wir für jedes einzelne Tier Tierwohl.

Mehr erfahren

Automatische Fütterungssysteme nehmen immer mehr zu. 2015 sind etwa ein Sechstel aller Systeme weltweit in deutschen Betrieben installiert.

mehr erfahren

Die Sensoren im Halsband der Kuh liefern aufschlussreiche Daten darüber, wie gesund das Tier ist, was es gegessen und getrunken hat. So kann jedes einzelne Tier noch besser beobachtet werden.

mehr erfahren

365 Tage im Jahr gesprächsbereit


Tierwohl und Tierschutz stehen bei uns 365 Tage im Jahr auf der Agenda. Gerade zur Grünen Woche sind diese Themen einmal mehr in aller Munde. Hier finden Sie viele Infos zum Thema und können sich über die Schweinehaltung in Westfalen-Lippe informieren. 

Mehr erfahren

Auf den Punkt gebracht


Die Tiergesundheit erhält von Seiten der Landwirte einen immer höheren Stellenwert. So beziehen etwa Schweinemäster immer mehr Ferkel aus nur einem Ferkelerzeugerbetrieb und führen vor dem Aufstallen von Jungtieren eine intensive Reinigung und Desinfektion der Ställe durch.

Wenn Tiere dennoch krank werden, ist es die Pflicht von Tierärzten und Landwirten, sie adäquat zu behandeln. Im Falle bakterieller Erkrankungen kann es dann bei entsprechender Indikation durch den Hoftierarzt zum Einsatz von Antibiotika kommen. Diese müssen für die Tierhaltung zugelassen sein.

In den vergangenen Jahren hat sich der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung deutlich reduziert. Die Menge der Antibiotika für die Tierhaltung war in den letzten Jahren rückläufig: So hat sich in Deutschland die für die Tiermedizin (inklusive Haustiere) abgegebene Menge an Antibiotika zwischen den Jahren 2011 und 2016 von 1.706 auf 742 Tonnen mehr als halbiert (minus 56,5 Prozent).

In Deutschland gibt es neben den baurechtlichen Vorschriften, die die Wahl des Standortes und die Gestaltung wirtschaftlicher Gebäude betreffen, wichtige rechtliche Regelungen, die eingehalten werden müssen. So ist in der Deutsche Nutztierhaltungsverordnung beispielsweise genau geregelt, wie viel Platz Schweine für eine tiergerechte Unterbringung in ihrem Stall benötigen. Vorgeschrieben ist darüber hinaus die Zahl der Tränken, der Mindestlichteinfall oder der Zugang zu Beschäftigungsmaterial, das dem Erkundungsverhalten dient. Ähnliche Vorgaben gibt es für alle Tierarten. Den Haltungsvorschriften schließen sich darüber hinaus Vorgaben zur Luftreinigung an – vor allem für größere Tierhaltungsbetriebe.

Landwirtschaftliche Betriebe mit Tierhaltung werden in Westfalen-Lippe von den Kreisveterinärämtern überwacht. Sie haben beispielsweise Zutrittsrecht auf die Höfe. Daneben gibt es mit der Einrichtung „Qualität- und Sicherheit GmbH“ (QS) ein wichtiges Eigenkontrollsystem der Landwirtschaft. Seit 15 Jahren werden im Rahmen von QS regelmäßige Audits durchgeführt, wobei die Tierhaltung, die Dokumentation (z. B. der Tierbestände) sowie der Medikamenteneinsatz im gesamten Betrieb überprüft werden. Fast 100 % aller tierhaltenden Betriebe sind freiwillig Mitglied bei QS. Der Verlust der QS-Anerkennung hat für den Betrieb erhebliche finanzielle Folgen.

.Als eine der Grundvoraussetzungen achten Landwirte darauf, dass ihre Tiere ausreichend und in guter Qualität Wasser und Futter erhalten. In geschlossenen Ställen kommt der Stallklimaführung zusätzlich eine hohe Bedeutung zu. So lässt sich beispielsweise verhindern, dass die Tiere Zugluft oder Schadgasen ausgesetzt sind. In der Schweinehaltung kann durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Schweinemästern und Ferkelerzeugern die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten reduziert werden. Gleichwohl lässt sich nicht gänzlich verhindern, dass es über den Menschen, gerade in der kalten und feuchten Jahreszeit, zu Krankheitsausbrüchen kommt – beispielsweise einer Influenza, vergleichbar mit einem grippalen Infekt.

Die typischen Futterpflanzen in Westfalen-Lippe sind in der Schweinehaltung Getreide, allen voran Weizen und Gerste, sowie Mais und in der Rinderhaltung neben Getreide auch Gras bzw. Heu. Hinzu kommen Mineralien, Vitamine und eiweißreiches Futter wie etwa Sojaschrot, Ackerbohnen, Raps oder Lupinen. Die Nutztiere in Deutschland fressen 80 Mio. Tonnen Futter pro Jahr. Einen Großteil der Futtermittel bauen die Landwirte selbst auf ihren Feldern an und können daher nicht nur für einen qualitativ hochwertigen Anbau, sondern auch für die regionale Wertschöpfung garantieren.

Jetzt eigene Frage stellen